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Mein Pappa!
ja mein vater ist alkaholiker seit 20 jahren.
ich bin 21 jahre alt, ich habe mein vater 2003 kein einziges mahl gesehen da ich es nicht mehr konnte weil es mir so weh tut in anzusehen dieses häufchen ehlend, ich konnt nichts tun für ihn und er hat sich auch nie gemeldet, nicht mal am geburtstag, ich konnte mich auch nicht melden, weil ich nicht wusste wo er wohnt, er lebte immer in so 1 zimmer whg, hatte keine arbeit kein geld, besuff sich jededn tag bis zum umkippen, schlug sich wunden beim hinfallen. eine zeit lang lebte er in einem gartenhüschen (schrebergärten) gott es ist grausam.
meine eltern liessen sich scheiden als ich 16 wahr, meine mutter konnte einfach nicht mehr. es war die hölle wenn er besoffen war, aber es gab auch schöne zeiten mit meinem papa, ich liebe ihn überalles, und ich brauche ihn.
gestern rief mein papa an wie aus dem nichts, mich schüttelte es ich weinte, " wo bist du papa" er erzählte mir mit kaputter stimme, dass er jetzt in der klinik ist geschlossene, er will auf hören zu trinken.
ich war voller freude und auch traurig.
heute ging ich natürlich sofort in die klinik, und besuchte ihn, ich war so froh ihn endlich zu sehen,
er sah krank aus riesen augenringe, gealtert hat er, seine nase mit einer wunde die nicht mehr heilt, (ist gestürzt als er besoffen war) er hat nur noch 6 vorderzähne( die anderen sind alle rausgeflogen ) er kaut ohne zähne das essen.
er muss in 2 wochen dort raus und dan in eine andere klinik für 9 monate,
die polizei hatte ihn mit 3,4 promille erwischt beim autofahren, und vor dem auch schon, darum muss er jetzt therapie machen.
er hatt kein rappen. alles was er hat, hat er in seinem zimmer in der klinik, ein paar klamotten.
wie kann ich meinem papa helfen? was soll ich thun?
er braucht doch nach der klinik einen job,? eine wohnung, aber er hat ja nichts, er braucht zähne.
meine gedanken sind die ganze zeit bei ihm
sorry für die lange storry aber musste es loswerden,
es tut alles so weh.
Mein Leben !
Ich möchte über einige Momentaufnahmen in meinem Leben schreiben.
Ich habe zwar überlegt, soll ich, kann ich, oder will ich es überhaupt, über eine schon fast vergessene Zeit, reden oder gar schreiben.?
Ich werde es mal im Telegrammstil versuchen, dann fällt es mir nicht ganz so schwer und tut auch nicht so weh.
Elternhaus, Waisenhaus, Kindheit. Gross werden, Erwachsen sein, oder Lebensfähig werden und sein ?
Ich war 18 Jahre lang im Waisenhaus die Nr.18. Will sagen, niemand nannte mich bei meinem Namen. Vater unbekannt, Mutter???
Habe ich nach meiner Gesellenprüfung zum ersten mal gesehen. Habe die ersten Jahre Sie zu ihr gesagt, konnte nicht anders, wollte zwar, aber es ging nicht, hätte es so gerne getan. Hatte nicht den Mut und auch Angst. Wovor?? Ich weiss es bis heute nicht und muss es nicht mehr wissen.
Erste HL. Kommunion.1949. Alle Kinder im Waisenhaus hatten Besuch von Ihren Müttern. Ein Junge sagte zu seiner Mutter, Nr. 18 hat keine Mutter. Ich bekam eine Scheibe Weissbrot mit einem klaks Syrup geschenkt.
Kuchen kannte ich damals noch nicht. Habe es im Schlafsaal gegessen, es war zu neu für mich und ich hatte Angst ich müsste es wieder hergeben.
Nach dem Waisenhaus. Zum erstenmal bei einem Meister in Kost und Logie. Ich war mittlerweile 18 ein halb Jahre alt. Meine erste Nacht nicht im Waisenhaus.
Habe vor einem übergrossen Bauernbett gestanden, mit einem dicken Oberbett mit grosskariertem Stoff. Habe 2 Stunden gebraucht um mich auch reinzulegen. Habe nur geweint, konnte nicht aufhören.
Habe es nicht glauben wollen, dass ich alleine darin schlafen darf. Habe auch nicht geschlafen, habe wach gelegen und gewartet, wann ich wieder aufstehen müsste, um doch noch woanders schlafen zu müssen. Habe lange damit zu tun gehabt, bis ich mal richtig, ohne aufzuschrecken schlafen konnte.
Meine Mutter ist im vergangenen Jahr verstorben. 87 Jahre. Ich habe sie beerdigen lassen, weil es sich so gehört. Tränen ? es waren keine da ,ich hatte keine. Ich habe gefroren, warum? vor Sehnsucht? wonach? Ich war wütend, böse, worauf? ich weiss es nicht.
Wer bin ich geworden?? Warum bin ich so geworden, wer bin ich?? Ich weiss es bis heute nicht und muss es auch nicht mehr wissen. Mein neues Leben hat vor gut 24 Jahren angefangen. Ich durfte trocken werden und trocken bleiben bis heute.
Alles was mal war, ist Schnee von gestern und längst geschmolzen. Ich durfte lernen mit all dem zu Leben und das mit der Hilfe von so vielen Freunden/innen unserer grossen Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker. Ich kann nur immer wieder ganz laut Danke sagen und das aus ganzem Herzen und voller Demut.
Habe das erste Mädchen geheiratet, dass mich in den Arm genommen und gedrückt hat, nur weil ich der Hans war, ohne Geld und Familie.
Ehe ging nach wenigen Jahren kaputt. Hatte leider nie erfahren was Liebe ist, konnte sie demnach auch nicht an meine junge Frau weitergeben.
Tut heute noch manchmal furchtbar weh. Kurz danach Herzinfarkt, ich glaubte ohne meine Frau und meine beiden Kinder ist mein Leben vorbei, verspielt. Für mich fiel der Himmel auf die Erde.
Habe meine mich pflegende Krankenschwester geheiratet, hat mich so genommen wie ich war, es war nicht allzuviel. Habe zu der Zeit auch schon viel getrunken, zu viel. Musste bis zum Ende gehen, mit all der Taurigkeit, der Vezweifelung, der Hilflosigkeit und meinem krampfhaften Suchen, nach einem Ausweg, nach Hilfe, nach Licht, ja oft auch nach dem Tod.
Meine zweite Frau hat mich in Liebe losgelassen, aber nicht fallen lassen. Meine Schmerzgrenze war überschritten. Ich war angekommen, ich hatte ausgekämpft, ich war am Ende. Dieses Ende war mein Anfang für ein neues trockenes Leben. Für mein Leben.
Bin nun schon wieder 34 Jahre verheiratet. Möchte mit Ihr alt werden. Habe trotzdem manchmal noch Angst, irgendwann mal wieder die Nummer 18 zu werden.
Werde meine Sehnsüchte, meine Wünsche und Hoffnungen, wohl am Ende mit ins Grab nehmen. Ich weiss aber, dass noch so viele Freunde/innen, traurig und verzweifelt nach Licht und Leben suchen.
Ich werde so oft und so viel ich kann, mit genau diesen noch Leidenden, Freunden/innen immer wieder Erfahrung ,Kraft und Hoffnung teilen und ihnen die Botschaft der Anonymen Alkoholiker bringen. Es soll mein Danke dafür sein, dass ich 25 Jahre Saufen überleben durfte.
Ich glaube es ist die Gnade, oder auch das Wunder, der Grossen Gemeinschaft AA. dass ich jeden Tag neu, erleben und erfahren darf. Ich muss heute nichts mehr, Ich darf es, ich darf Leben, ja ich darf weiter Leben und vielleicht auch wiederLieben.
AA braucht mich nicht, aber ich Hans brauche AA und Euch alle. Danke für Eure Geduld und fürs mitlesen bis zum Ende.
Hans Alkoholiker heute trocken, ich darf wieder Leben.
Hör auf zu trinken und alles wir gut.
Genau diese Satz war es in meinen Anfängen an den ich zumindest vorübergehend geglaubt habe. Ich sollte einfach nur aufhören zu Saufen, sie wollte sich nicht mehr für mich schämen müssen, sie wollte die Folgen meiner Sauferei nicht mehr hinnehmen, sie nicht mehr aushalten.
Etwas sehr wesendliches wusste ich zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht, dass Alkoholismus eine Familienkrankheit ist, dass dem Betroffenen schon nach kurzer Zeit, wenn seine Schmerzgrenze überschritten ist und er die ersten Schritte in ein neues Leben geht deutlich wird, zumindest war es bei mir so. Schon in den ersten Wochen meiner Trockenheit.
Der oder auch die Angehörigen sehen das oft ganz anders und nicht nur in den ersten Wochen, sondern erst Monate, ja auch Jahre später. Leider gibt es immer wieder Angehörige die es nie annehmen, verstehen oder begreifen können, manchmal auch nicht wollen und genau da fängt es dann an problematisch zu werden und zwar für Beide.
Sie fühlen sich nach wie vor als Opfer, sie bleiben misstrauisch, ängstlich, lauern und beobachten. Vertrauen bleibt ein Fremdwort, wie in der Zeit als der Partner noch unzuverlässig, unpünktlich, oder auch noch unehrlich war.
Er bleibt für sie der Saufende Partner, der nicht krank ist, sondern einfach nur ein Säufer, für den sich ja jeder schämen muss, jemand der einfach kontrolliert werden muss, damit er nicht doch wieder Säuft.
Der Betroffene wird trocken, bleibt trocken und versucht jeden Tag immer wieder neu fähig zu werden , sein Leben zu meistern. Dazu gehören dann auch seine regelmäßigen Gruppenbesuche. Viele Angehörige warten ab, verhalten sich passiv, tun selber nichts für sich, sondern entwickeln sich zum Aufpasser, zum Beobachter. Oft auch zu einem nörgelnden schlecht gelaunten Familienmitglied.
Sie sind der festen Überzeugung, dass sie sich richtig verhalten, dass es völlig genügt, wenn der Partner nur nicht wieder säuft. Mit einem normalen Trinken wären sie zur Not ja noch einverstanden. Begriffen haben sie nichts, noch nichts, aber dafür passen sie auf wie ein Schiesshund, dass Folgen verhindert werden und sie sich nicht wieder vor anderen schämen müssen.
Etwas merken sie bei all ihrer Kontrolle leider oft nicht, dass sie sich von ihrem Partner Stück für Stück entfernen, dass sie noch immer nicht gemerkt haben, dass sie selber in einer gefährlichen Abhängigkeit stecken, die Abhängigkeit von ihrem Partner, sie klammern weil sie nie gelernt haben mal loszulassen, den Partner mal sein Leben Leben zu lassen.
Sie merken nicht, dass ihre Liebe verhungert, ja dass sie stirbt. Leider gehen Ehen oder Partnerschaften von Alkoholikern sehr oft erst dann in die Brüche, wenn der trinkende Partner schon eine längere Zeit nicht mehr trinkt.
( IHRE LIEBE VERTROCKNET SIE STIRBT )
Vielleicht hilft Dir ja das Wissen darüber wie sich Partner fühlen und sehr oft auch verhalten, ein wenig mal darüber nachzudenken, dass es nur um Dich geht und nicht darum wie sich Dein Partner dabei fühlt wenn Du Deine immer wieder neuen Schritte in ein trockenes , ja in Dein trockenes Leben gehst.
Bis ich das alles mal begriffen hatte, da war ich wirklich schon einige Jahre älter und auch heute versucht meine Frau schon noch manchmal alte Verhaltensweisen aus ihrer Schatzkiste auszugraben :-))
Leider ist mir durch die vielen offenen Meetings überdeutlich geworden, dass nicht Alkoholismus nicht nur eine Familienkrankheit ist sondern, dass auch der Weg der Gesundung ein Weg für die ganze Familie ist und auch sein sollte.
Brief eines trockenen Alkoholikers !
Als meine persöhnliche Schmerzgrenze überschritten war, als ich nicht mehr weiter wusste, als ich niemanden mehr hatte, erst an dem Punkt konnte , ja durfte ich willig werden Hilfe anzunehmen. Um Hilfe zu bitten ohne Bedingungen zu stellen, ja Bedingungslos bereit werden, mit dem trinken aufzuhören, Hilfe zur Selbsthilfe anzunehmen.
Auf die Frage , warum schaffen es nur wenige, trotz Traurigkeit und Verzeifelung,, trotz körperlichem Verafall, seelischer Vereinsamung und grenzenloser Einsamkeit einfach nicht. Ich brauche heute auf eine solche Frage keine Antwort mehr, weil sie weder mir noch anderen dazu verhilft, trocken zu werden und es auch zu bleiben.
Gnade oder auch das Geschenk einer letzten Chance für ein neues Leben, sind nun mal nicht mit irgendwelchen , beim ersten hinsehen schlüssigen Erklärungen, oder statistisch belegbaren Zahlen nachzuvollziehen, oder zu beweisen. Für mich ist und bleibt mein überleben, mein neues Leben ein Geschenk, ja es war und ist eine Gnade, auch wenn ich sie vielleicht nicht verdiene.
Heute muss niemand mehr vor die Wand knallen, es gibt in jedem kleinsten Ort Hilfsangebote, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und vieles mehr. Auch die Online Meetings sind ein zusätzliches Hilfsangebot. Jeder kann wenn er es denn will vom fahrenden Zug abspringen und eventuelle Blessuren verheilen schnell im Gegensatz zu einem tödlichen Aufprall an der Wand.
Wie habe ich aufgehört zu trinken ?
Ich habe an einem Montag vor langer Zeit meinen letzten Flachmann getrunken, weil ich mit und ohne Alkohol nicht mehr Leben konnte und auch nicht wollte. Ich habe meinen Entzug zu Hause gemacht.
Ich habe mich trocken gekotzt, geheult, gezittert, geschwitzt und gebetet. Oh Gott, es war die Hölle, ich wäre fast dabei drauf gegangen. Ich brauchte anschließend ca. 6 Monate um meinen Namen wieder schreiben zu können. Bis ich von meinen zu der Zeit 47 Kg. wieder auf mein Normalgewicht gekommen bin, hat es Monate gedauert und ich habe eine zeitlang geglaubt ich würde es nicht überleben.
Ich durfte überleben, ich durfte weiter Leben. Ich durfte nach 25 Jahren Saufen ein neues Leben beginnen, mein neues Leben. Vielleicht habe ich wirklich mehr als nur einen Schutzengel gehabt, ich weiß es nicht.
Damals wusste ich noch nicht, was es heißt einen Entzug zu Hause zu machen, Ich wusste noch nicht was mir alles hätte passieren können. Verblödung, Körperliche Behinderungen, ja auch der Tod wären eine Folge meiner Unwissenheit, meines Leichtsinns davon gewesen.
Nichts davon muss eintreffen, doch es (Kann ) Allein das Wissen darum reicht für mich heute, jedem noch ganz am Anfang stehenden dieses von mir zu erzählen.
Es gibt heute alle Möglichkeiten und Hilfsangebote einen Entzug ohne Folgeschäden zu machen. Sei es auch nur eine ärztliche Betreuung, ein normales Krankenhaus, oder eine Entzugsstation in einer Klinik.
Heute braucht niemand mehr experimentieren, sich selber etwas beweisen oder sich testen. Jegliche Form von Hilfe wird jedem der den aufrichtigen Wunsch hat mit dem trinken aufzuhören angeboten, nur annehmen muss sie jeder schon selber.
Mein nur für Heute !
Wie bin ich über diesen einfachen Satz gestolpert. Ich wollte ihn zerlegen, ihn auseinandernehmen, ihm einen anderen Sinn geben, in dem ich mehr oder weniger versuchte ihn auf den Kopf zu stellen. Ich habe ganze Abhandlungen über Sinn oder auch Unsinn von Vergangenem, von Gegenwärtigem oder von Zukünftigem geschrieben.
Ich wollte mir dieses Nur für Heute zurecht biegen, nur für mich gültig, genau für mich passend zugeschnitten, ja ihn für meine Bedürfnisse zurecht zimmern. Ich wollte mit dem Kopf trocken werden, trocken bleiben, nüchtern werden und vor allem mit dem so von mir verändertem Satz mein Leben wieder meistern.
Ich durfte lernen, ich durfte begreifen, ich durfte erfahren, ich durfte glauben. Dieses Nur für Heute war und ist das größte Geschenk, dass ich aus unserem AA Programm annehmen durfte und immer noch darf.
Das AA Programm ist ein einfaches Programm für komplizierte Menschen Ich war viele Jahre mehr als kompliziert, ich war schlicht ein Kopfmensch.
Es gibt in jeder Woche zwei Tage, über die wir uns keine Sorgen machen sollten. Einer dieser Tage ist Gestern mit all seinen Fehlern und Sorgen. Das Gestern ist nicht mehr unter unserer Kontrolle ! Das Gestern ist vorbei.
Der andere Tag, über den wir uns keine Sorgen machen sollten, ist das Morgen. Auch das Morgen haben wir nicht unter unserer sofortigen Kontrolle. Morgen wird die Sonne aufgehen. Bis sie aufgeht, sollten wir uns nicht über Morgen Sorgen machen.
Da bleibt nur ein Tag übrig: HEUTE.
Jeder Mensch kann nur die Schlacht von einem Tag schlagen. Dass wir zusammenbrechen geschieht nur, wenn Du und ich die Last dieser zwei fürchterlichen Ewigkeiten Gestern und Morgen zusammenfügen.
Es ist nicht die Erfahrung von heute, was die Menschen verrückt macht, es ist die Reue und Verbitterung für etwas, was Gestern geschehen ist, oder die Furcht vor dem, was das Morgen wieder bringen wird.
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